Die Omega Seamaster Planet Ocean nahm innerhalb der Seamaster-Familie stets eine Sonderstellung ein und galt als das speziell für Tiefseeeinsätze entwickelte Modell der Marke. Zum zwanzigjährigen Jubiläum kehrt die Linie mit einer vierten Generation zurück, die sich optisch deutlich verändert. Die technischen Daten bleiben zwar erhalten, doch die Gehäusearchitektur schlägt einen neuen Weg ein und tauscht die traditionellen Rundungen gegen eine klare, strukturierte Geometrie. Dieses Redesign unterstreicht Omegas Absicht, der Planet Ocean zukünftig eine eindeutige visuelle Identität zu verleihen.

Neugestaltung des Gehäuses: Kantig, kompakt und technischer
Die bedeutendste Änderung betrifft das Gehäuse. Frühere Planet Ocean-Modelle wiesen die abgerundeten Konturen der Seamaster-Reihe auf. Die neue Generation verfolgt einen anderen Ansatz mit geraden Flächen, scharfen Facetten und einer deutlich kantigeren Form. Mit 42 mm Durchmesser und 13,65 mm Dicke ist die Uhr kompakter als das Vorgängermodell mit 43,5 mm × 16,1 mm. Die Reduzierung der Höhe um mehr als zwei Millimeter wirkt sich direkt auf den Tragekomfort aus, da die Uhr näher am Handgelenk anliegt und besser ausbalanciert ist.
Die einseitig drehbare Keramiklünette, erhältlich in Schwarz, Blau oder Orange, wurde mit markanteren Rillen und einem flacheren Profil überarbeitet. Dies modernisiert nicht nur die Optik, sondern verbessert auch die Griffigkeit. Ebenso wichtig ist der neue Kronenschutz, der die bisherige, im Gehäuse integrierte Krone durch eine funktionalere und schützendere Konstruktion ersetzt. Die Wasserdichtigkeit bis 600 Meter sowie das Saphirglas bleiben unverändert. Ein Detail, das bei dieser Generation fehlt, ist das separate Heliumauslassventil, wodurch das Design klarer und harmonischer wirkt.

Armband- und Bandoptionen
Omega bietet das neue Modell wahlweise mit einem Stahlarmband oder einem Kautschukarmband mit passenden Metallendgliedern an. Beide Varianten fügen sich optisch harmonisch in das Gehäusedesign ein, ohne dabei eine exklusive Eigenmarke zu sein. Das Stahlarmband, schlanker als sein Vorgänger, verfügt über eine sechsstufige Mikroverstellung zur präzisen Anpassung. Die Kautschukarmbänder – je nach Lünettenvariante in Schwarz oder Orange erhältlich – greifen die kantige Form des Gehäuses auf und verleihen der Uhr so ein stimmiges, modernes Erscheinungsbild.


Feinabstimmung ohne Veränderung der Kernidentität
Das Zifferblatt bleibt weitgehend dem bewährten Planet Ocean-Design treu. Die breiten Pfeilzeiger und trapezförmigen Indizes sind weiterhin charakteristisch und unterstreichen die klare und gut ablesbare Darstellung. Zwei subtile Neuerungen prägen diese Generation. Zum einen wurde die Datumsanzeige weggelassen, wodurch ein symmetrisches und übersichtliches Zifferblatt entsteht. Zum anderen wurden die arabischen Ziffern an den Hauptpositionen neu gestaltet. Sie weisen klarere Konturen auf, und die Ziffern 6 und 9 sind offener gestaltet. Ihre Farben variieren je nach Modell: Weiß für die blaue Lünette, Rhodium für die schwarze und Orange für die Variante mit orangefarbener Lünette.
Diese kleinen Anpassungen bewahren den vertrauten Charakter der Planet Ocean und bringen das Zifferblatt gleichzeitig mit der schärferen Gehäusesilhouette in Einklang.
Uhrwerk: Bewährte Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen
Im Inneren der Uhr tickt das Omega Co-Axial Master Chronometer Kaliber 8912. Obwohl es bereits in der Planet Ocean-Familie zum Einsatz kommt, zählt es nach wie vor zu den leistungsstärksten Dreizeigerwerken der Marke. Die Gangreserve von 60 Stunden wird durch ein Doppelfederhaus mit 25.200 Halbschwingungen pro Stunde (vph) gewährleistet. Das Kaliber verfügt über eine Silizium-Spirale, ist bis 15.000 Gauß antimagnetisch stabil und bietet eine METAS-zertifizierte Ganggenauigkeit von 0 bis +5 Sekunden pro Tag. Ein praktischer Vorteil ist der unabhängig verstellbare Stundenzeiger, der schnelle Zeitzonenwechsel ohne Anhalten des Uhrwerks ermöglicht.
Der Gehäuseboden aus Titan verwendet Omegas Naiad-Lock-System, das sicherstellt, dass das eingravierte Seepferdchen-Emblem beim vollständigen Festziehen immer gleich ausgerichtet ist.

Positionierung innerhalb der Seamaster-Linie
Mit ihrer kantigen Form und dem kompakten Profil hebt sich die Planet Ocean der vierten Generation innerhalb der Seamaster-Familie deutlich ab. Das Redesign rückt sie näher an eine moderne Toolwatch heran als an die geschwungene Formensprache der 300M oder Aqua Terra. Für Sammler, die klare Unterschiede zwischen den Generationen schätzen, ist dieses Update bemerkenswert. Wer die traditionelle Form der Planet Ocean gewohnt ist, braucht möglicherweise etwas Zeit, um sich an die neue Richtung zu gewöhnen. Das Nebeneinander von Modellen mit dem alten Gehäusedesign deutet darauf hin, dass Omega die Linie schrittweise weiterentwickelt, anstatt sie komplett zu ersetzen.

Preise und Konfigurationen
Die Modellreihe umfasst verschiedene Lünetten- und Armbandkombinationen. Die Preise beginnen bei 8.600 US-Dollar für Versionen mit Kautschukarmband und steigen für Varianten mit Edelstahlarmband. Die orangefarbene Ausführung ist aufgrund der komplexeren Fertigung etwas teurer. Vollständige Spezifikationen für jedes Modell, einschließlich der verwendeten Materialien und Armbandkombinationen, finden Sie im offiziellen Omega-Katalog.
Schlussbetrachtung
Die vierte Generation der Omega Seamaster Planet Ocean markiert einen entscheidenden Wandel in der Designphilosophie. Durch die Verfeinerung der Proportionen und die Einführung einer architektonischeren Gehäusestruktur hat Omega eine Taucheruhr geschaffen, die sich ausgesprochen modern anfühlt und gleichzeitig fest in den Zuverlässigkeits- und Leistungsstandards verankert ist, die man von der Marke Planet Ocean erwartet. Mit ihrer soliden technischen Basis und dem neuen visuellen Erscheinungsbild schlägt diese Aktualisierung ein wichtiges Kapitel für eine der leistungsfähigsten Funktionsuhren der Marke auf.
Anmerkung der Redaktion
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